Wer mich kennt, weiß, dass ich die Bretagne seit Kindesalter kenne und schätze. Das Meer erachte ich dort als besonders schön. Große und kleine Strände, Felsen, malerische Buchten und Dünenlandschaften wechseln sich eindrucksvoll ab. Dazu herrscht ein ozeanisches Klima, das sehr angenehm ist, nicht zu heiß und nicht zu kalt. Gerade wir stressgeplagten Mitteleuropäer können dort gut zur Ruhe kommen. Die Lebensart der Bretonen, das Wetter und die Gezeiten drücken uns ihren gelassenen Rythmus auf.

Auf dieser Seite finden Sie einige Impressionen aus der wasserumspülten und sagenumwobenen Bretagne, dem westlichsten Zipfel Frankreichs.

Ganz besonders erlebnisreich war für mich die Begegnung mit einer großen Schule von Delphinen und Basstölpeln, ähnlich wie im nachfolgenden Video, jedoch direkt an der Felsenküste nicht weit vom Pointe du Raz, der den Abschluss der Halbinsel Cap Sizun bildet.

In der Bretagne gibt es unzählige malerische Häfen:

Und sogar Große Tümmler:

Und oft reichen die Blumen bis ans Wasser:

Ist das nicht schön?

Beginnender Frühling am Cap Sizun:

Es gibt Tage, an denen gleicht das Meer der Karibik:

Wenn man somit nicht weiß, ob man in Feuerland oder in der Karibik Urlaub machen möchte, dann wäre das Cap Sizun vielleicht eine Reise wert. Denn hier kann man sowohl Feuerland als auch die Karibik durchaus an einem einzigen Tag erleben. So vielfältig und damit einmalig ist das Cap Sizun. Deshalb kann man hier auch Menschen aus fast allen europäischen Ländern antreffen, die einmal hierher kamen, für immer blieben und nie wieder von hier weg wollen.

Dieser Strand liegt im östlichen Bereich des Cap Sizun, so dass man hier schön die Morgensonne genießen kann:

Orte der Muße gibt es hier fast an jeder Stelle:

Und Tage mit richtigen Wellen:

In der Bretagne sind einige der weltbesten Windsurfer zuhause:

Wenn die Sonne am Nachmittag und Abend direkt über dem Atlantik steht und man dabei auf das Meer blickt, dann ist das für mich einer der schönsten Momente, die man haben kann:

An manchen Tagen kann es die Gischt auch schon einmal bis zu 30 Metern in die Höhe schlagen:

Die Pointe de la Torche (dt. Spitze der Fackel), nicht weit entfernt vom Cap Sizun, ist einer der besten Spots zum Wellenreiten in Westfrankreich:

Obwohl ich ein guter Schwimmer bin, viel Erfahrung mit dem Meer habe und in Südafrika in einem der schwierigsten Gewässer weltweit eine spezielle Ausbildung zum „Rettungstaucher“ absolviert hatte, bin ich an dem nachfolgend abgebildeten Strand bei einem vergleichbaren Wellengang in wirkliche Trouble geraten. Eine neue Sandbank hatte über Nacht dafür gesorgt, dass mich das Wasser in Strandnähe wie ein reißender Fluss in Sekundenschnelle hinunter zu den Klippen spülte. Ich hatte somit keine Chance, die großen Wellen weit draußen, die mich – wie sonst auch immer – wieder zurück ans Ufer gebracht hätten, zu erreichen. Stattdessen war ich in einem Kreislauf mehrerer Strömungen gefangen. Dabei schlugen die Wellen von drei Seiten auf mich ein, weil diese von den Klippen abprallten und zurück- und querliefen. Da ich meine Nerven nicht verlor, schaffte ich es nach mehreren Anläufen, zurück zum Strand zu kommen. Es war aber eine große Erfahrung und Lehrstunde für mich. Man muss dort wirklich gut aufpassen und man sollte nicht an einem Tag ins Wasser gehen, an dem sogar die Surfer das Wasser meiden. Da es damals beginnender Frühling und das Wasser somit noch sehr kalt war, hatte ich einen Neoprenanzug an. Ohne diesen hätte ich wohl einen Ausgang über die Klippen suchen müssen, was jedoch angesichts einer derartigen Brandung zu schweren Verletzungen führen kann. Im Vergleich zu unserem Fleisch und unseren Knochen ist der Granit nämlich ausgesprochen hart.

Der Ginster blüht wunderschön gelb. Und obwohl er vielerorts hart bekämpft wird, ist er schier unbesiegbar, indem er praktisch aus jedem Ritzen neu heraustreibt:

Hier blüht es aber auch im Winter richtig gelb:

Die spektakuläre Steilküste des Cap Sizun – mit romantischen und versteckten Naturbuchten, die es zu entdecken gilt:

An Tagen, an denen der Wind stark weht, findet man auch Strände, die etwas tiefer im Land liegen und daher auch etwas milder sind:

Der Blick von einem Schiff, das bei jedem Wetter zur Insel Île de Sein fährt. Diese liegt vor der Pointe du Raz. Die Gewässer zwischen der Île de Sein und der Pointe du Raz zählen für die Schifffahrt zu den gefährlichsten der Welt, allerdings nicht an diesem Tag:

Und noch ein Großer Tümmler:

Das Cap Sizun steht für mich auch für eine großartige Architektur, eine verzaubernde Vegetation und ein Meer von berauschenden Blumen:

Das Cap Sizun ist für mich einer der schönsten Plätze dieser Welt. Und ich bin etwas stolz darauf, dass mich die Bretonen dort „zum Bretonen getauft“ haben. An diesem Platz, der wie eine vollständige Insel wirkt, hat natürlich der westliche Fortschritt – wie überall in dieser Welt – Fuss gefasst. Gleichzeitig ist dort allerdings auch die Zeit stehen geblieben. Und die dortigen Bretonen haben es geschafft, sich nicht zu verlieren, sondern sie sind bis heute ein Volk geblieben, indem sie zusammenstehen und ihre Kultur bewahrt haben. Derartiges werden Sie in Deutschland nicht mehr finden.

Vive la Bretagne!

Die Bretonen sollen übrigens auch – zusammen mit den Wikingern – die besten Seefahrer gewesen sein. So sollen diese vor den Küsten Nordamerikas regelmäßig Kabeljau gefischt haben, lange bevor Christoph Kolumbus diesen Kontinent „entdeckt“ hat.