„Krieg ums Jagen“ ist beendet: Jagdgegnerin gewinnt und Jäger verlieren

Ein jahrelanger Rechtsstreit, den die Zeitung Die Rheinpfalz als „Krieg ums Jagen“ bezeichnete, ist zu Ende gegangen. Nachdem meine Mandantin, eine entschiedene Jagdgegnerin, Erfolg mit ihrem Antrag hatte, und ihre zahlreichen Grundstücke im Außenbereich nach der neuen Vorschrift des § 6a BJagdG vom Kreis Kusel jagdfrei gestellt wurden, hatten sowohl die Landwirtschaftskammer als auch die betroffene Jagdgenossenschaft Widerspruch gegen diese Entscheidung eingelegt.

Die Jagdgenossenschaft wurde dabei von einem selbst der Jagd nachgehenden Kollegen vertreten, der in „Personalunion“ zugleich ein bekannter „Jagdlobbyist“ sowie Geschäftsführer des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Westfalen-Lippe (VJE) ist. Dieser Kollege, der seinen Nachnamen auch noch ausgerechnet mit einer heimischen und jagdbaren Wildart teilt, hatte bereits die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) erfolglos vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) vertreten. Dort verlor die Jagdlobby. Seitdem sieht diese ihr feudales „Reviersystem“ davonschwimmen und wehrt sich in vielen Fällen immer noch gegen die Entscheidung des EGMR aus dem Jahr 2012, wobei sie dabei jedoch – zumindest in meinen Fällen – fast nur Niederlagen kassiert statt Erfolge zu verzeichnen.

Der Kreis Kusel wies die Widersprüche nämlich zurück. Da hiergegen keine Klage erhoben worden ist, ist die jagdrechtliche Befriedung der Grundflächen nun bestandskräftig geworden, womit der jahrelange Rechtsstreit zugunsten meiner Mandantschaft ausgegangen ist.

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