Erfolg vor dem Verwaltungsgericht Regensburg: Das dritte Grundstück in Deutschland ist jagdfrei!

Das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg hat mit Beschluss vom 19.02.2013 in einem von mir vertretenen Eilverfahren entschieden, dass auf dem Grundstück einer ethischen Jagdgegnerin aus Landshut vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. Dies ist bereits das dritte Grundstück, dass in Deutschland vorläufig jagdfrei gestellt wurde: Auch auf dem Grundeigentum von zwei Tierschützern in Unterfranken wird nicht mehr geschossen.

Das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg schloss sich damit der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) an, der am 30.01.2013 in zwei ebenso von mir vertretenen Eilverfahren entschieden hatte, dass auf den Grundstücken von zwei ethischen Jagdgegnern in Frankenbrunn und in Würzburg mit Beginn des neuen Jagdjahres (ab dem 1. April 2013) vorläufig nicht mehr gejagt werden darf. Mit den beiden Beschlüssen hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof Rechtsgeschichte geschrieben: Zum ersten Mal seit Bestehen des Bundesjagdgesetzes gelang es ethischen Jagdgegnern, ihr der generellen Jagdpflicht unterliegendes Grundstück gegen den Willen der Behörden jagdfrei zu stellen.

Das Ende der Zwangsmitgliedschaft in den Jagdgenossenschaften dürfte damit besiegelt sein.

Dafür haben wir viele Jahre gekämpft.

Lessen Sie hierzu auch:

ZDF berichtete am 13.02.2013 über meinen Mandanten (Thema Jagdgenossenschaften)

Quer (Bayerisches Fernsehen) berichtete heute über meine Mandanten (Thema Jagdgenossenschaften)

Pressespiegel – Jagdgegner gewinnen vor Gericht

Pressemitteilung: Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft – Bayerischer Verwaltungsgerichtshof schreibt Rechtsgeschichte – Verbot der Jagd auf dem Grundstück eines ethischen Jagdgegners

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