Algerische Familie wird nicht abgeschoben und darf in Deutschland bleiben

Hier möchte ich kurz von einem Fall berichten, bei dem meine Mandanten und ich scheinbar Unmögliches wahr gemacht haben.

Meine Mandanten, eine Familie aus Algerien, machten Asyl in Deutschland wegen politischer Verfolgung in Algerien geltend (zur Menschenrechtslage in Algerien). Asyl wurde jedoch abgelehnt. Meine Mandanten gingen hiergegen gerichtlich vor und unterlagen in der ersten Instanz. Daraufhin hatte ich das Verfahren übernommen und legte Berufung ein. Ohne Erfolg. Danach riefen wir die zuständige Härtefallkommission in Nordrhein-Westfalen an und legten dar, dass die Familie in Deutschland fest integriert ist, der Vater in Lohn steht, die Kinder überdurchschnittlich gute Noten in der Schule haben (die beiden Töchter beherrschten die deutsche Sprache innerhalb kürzester Zeit) und dadurch die Zukunftsprognose sehr positiv ausfällt. Die Härtefallkommission gab unserem Antrag statt, was uns unglaublich gefreut hat. Die Familie muss nun nicht mehr jeden Tag mit der Abschiebung rechnen und darf zeigen, dass sie in der Lage ist, ein eigenständiges Leben in Deutschland zu führen.

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