Klage gegen Erzbistum wegen sexuellen Missbrauchs wird möglich

Für meine Mandantin, ein junges Mädchen, hatte ich einen Antrag auf Prozesskostenhilfe für ein zivilrechtliches Schmerzensgeldverfahren gegen ein Erzbistum und den Vatikan beim Landgericht Wuppertal gestellt.

Das Landgericht Wuppertal hatte den Antrag auf Prozesskostenhilfe mit einem zweiseitigen Beschluss abgelehnt. Daraufhin legte ich für meine Mandantin sofortige Beschwerde ein. Erst in seinem Nichtabhilfebeschluss hat sich das Landgericht Wuppertal mit dem Sachverhalt zumindest ansatzweise auseinandergesetzt. Das Landgericht wollte meiner jungen Mandantin jedoch partout keine Prozesskostenhilfe für eine Klage gegen das Erzbistum und den Vatikan gewähren.

Nun hat das Oberlandesgericht Düsseldorf über die sofortige Beschwerde entschieden und den Beschluss des Landgerichts, mit dem die Proesskostenhilfe versagt worden war, aufgehoben. Das Oberlandesgericht führte aus, dass entgegen der Ansicht des Landgerichts eine für die Gewährung von Prozesskostenhilfe hinreichende Aussicht auf Erfolg besteht, weil die Antragstellerin schlüssig dargetan hat, dass ihr gegen das Erzbistum ein Schadensersatzanspruch aus § 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG zusteht. Hinsichtlich des Vatikans wies das Oberlandesgericht die Beschwerde ab.

Das ist eine sehr erfeuliche Entscheidung, weil meiner jungen Mandantin, der im Kindergarten schweres Unrecht widerfahren ist, somit Prozesskostenhilfe für das Verfahren gegen das Erzbistum gewährt werden muss.

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