Doch, wir hatten es gewusst! Ein Gedicht von Dominik Storr

Bitte sagen Sie Ihren Kindern
in zehn oder zwanzig Jahren nicht,
Sie hätten von all dem,
was heute geschieht,
nichts gewusst.

Doch, wir hatten es sehr wohl gewusst!
Und deshalb können wir unseren Kindern nicht sagen,
was uns unsere Eltern und Großeltern gesagt haben:
nämlich dass sie von all dem nichts gewusst hätten.

Wir sollten aus unserer Geschichte lernen.
Denn auch heute haben wir es gewusst.

Zum Beispiel wissen wir auch heute,
dass Deutschland Kriege gegen Länder führt,
die uns nicht angegriffen haben.

Wir wissen auch heute,
dass die Gründe,
warum Deutschland Kriege führt,
erlogen sind.

Wir wissen auch heute,
dass diese Kriege
nicht humanitären Zwecken dienen.

Wir wissen auch heute,
dass diese Kriege
Millionen von unschuldigen Menschen
das Leben kosten
und weite Teile der Flora und Faune dieses Planeten
für Jahrzehnte verseuchen und zerstören.

Wir wissen auch heute,
dass diese Kriege als Vorwand genutzt werden,
um uns Freiheitsrechte zu rauben,
die wir uns in vielen Jahrhunderten
hart erkämpfen mussten.

Wir wissen auch heute,
dass durch die Kriegspropaganda der Medien
ein militärischer Kontrollapparat aufgebaut wird,
den die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte.

Wir wissen auch heute,
dass die transnationalen Konzerne
unser Land in diese Kriege stürzen.

Wir wissen auch heute,
dass dieses Kartell aus Konzernen
eine monetäre Weltordnung errichten möchte,
in der die Konzerne schalten und walten können,
wie ihnen beliebt.

Wir wissen auch heute,
dass die Parteien nur dazu dienen,
diese monetäre Neuordnung zu erschaffen,
während sie die eigene Bevölkerung unterjochen.

So wissen wir heute,
dass die Parteien
durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)
unsere Finanzhoheit
und dazu gleich noch unseren gesamten Haushalt
unwiderruflich an einen europäischen Superstaat transferieren
und damit den Kern unserer verfassungsmäßigen Ordnung
aushebeln wollen.

Wir wissen auch heute,
dass die Parteien es deshalb
auf unsere Bürgerrechte abgesehen haben,
indem sie zum Beispiel das Rederecht von Abgeordneten,
die ohnehin nichts mehr zu bestimmen haben,
oder unser Recht,
das Bundesverfassungsgericht anrufen zu dürfen,
beschränken wollen,
was zwei weitere Sabotageakte
gegen den Kern unserer verfassungsmäßigen Ordnung darstellt.

Wir wissen auch heute,
dass die Medien bei all dem
eine sehr unrühmliche Rolle spielen.

Wenn dann auch noch bedacht wird,
dass wir heute mit Gesetzen bekämpft werden,
die wegen des so genannten „Kriegs gegen den Terror“
verabschiedet wurden,
muss man beinahe unweigerlich
zu folgendem Ergebnis kommen:

Das Vierte Reich nimmt langsam Konturen an.
Und das Dritte Reich lässt grüßen.
Und wir hatten von all dem wieder einmal nichts gewusst?
Wir hatten wieder einmal keinen blassen Schimmer davon,
dass das Banken-, Pharma- und Energiekartell
nach dem Staatsstreich unter Hitler
erneut einen Staatsstreich in Deutschland durchgeführt hat?

Doch, wir hatten das gewusst!
Wir haben jedoch unsere Demokratie freiwillig aufgegeben!
Zivilcourage war eine Seltenheit in dieser Zeit.
Die wenigen Menschen, die Zivilcourage zeigten,
haben wir verächtlich gemacht.

Stattdessen sind wir brave Deutsche gewesen.
Wir sind unserem Beruf mit Scheuklappen nachgegangen,
haben stets nur an die eigenen Pfründe gedacht,
haben regelmäßig unseren Rasen gemäht,
unser Auto gewaschen
und den Weg vor unserem Haus gekehrt.
Und wenn wir zu faul zum Kochen waren,
haben wir schön brav Fastfood vom MacDonald verzehrt.

Ich möchte mich bei Günter Grass bedanken,
dass er einen Vorstoß gewagt hat,
um das deutsche Volk wachzurütteln.
Es ist noch nicht zu spät.
Noch können wir handeln.
Noch können wir unseren Kindern später sagen:
Ja, wir hatten es gewusst!
Und wir haben etwas dagegen unternommen!

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