Wasserzweckverband torpediert umweltbewusstes Handeln meines Mandanten und legt Berufung ein

Ich hatte für einen Mandanten vor dem Verwaltungsgericht Würzburg am 27.2.2008 ein Urteil erkämpft (AZ.: W 2 K 07.910), durch welches der örtliche Wasserversorger verpflichtet wurde, meinem Herrn Mandanten eine Teilbefreiung vom Benutzungszwang hinsichtlich des Betriebes einer Waschmaschine zu erteilen. Mein Mandant hatte nämlich vor, seine Waschmaschine umweltschonend mit Regenwasser aus einer professionellen Regenwassergewinnungsanlage zu befüllen, was ihm jedoch verwehrt wurde. Ein Sieg für die Umwelt, sollte man meinen; dennoch: der Wasserversorger hat die Zulassung zur Berufung beantragt. Der Zweckverband möchte sich somit nicht damit abfinden, dass Ressourcen gespart werden. Lieber verschwendet er das Geld seiner Verbraucher in unnötigen Gerichtsverfahren. Schauen wir mal, ob es in der Berufungsinstanz für den Zweckverband besser läuft. In der ersten Instanz hat er sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Zudem kann die Berufung auch nach hinten losgehen. Denn im Falle einer Zulassung der Berufung wird sich der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mit der Angelegenheit beschäftigen. Es steht daher in Aussicht, dass der Gerichtshof für den gesamten bayerischen Raum rechtsverbindlich entscheidet, dass eine Waschmaschine umweltschonend mit Regenwasser befüllt werden darf. Ich jedenfalls werde mein Bestes tun, damit mein Mandant und die Umwelt auch in der zweiten Instanz obsiegen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Natur & Tiere. Fügen Sie den permalink zu Ihren Favoriten hinzu.